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Studienreise in Zusammenarbeit mit dem Forum für jüdische Geschichte und Kultur e.V.

Warschau war vor dem Zweiten Weltkrieg eines der bedeutsamsten Zentren für jüdische Kultur in Zentraleuropa. Insgesamt lebten zu dieser Zeit ca. 3,5 Millionen Jüdinnen und Juden in Polen. Nur New York hatte damals eine größere jüdische Bevölkerung als Warschau. Im Zweiten Weltkrieg kam durch das barbarische Vorgehen der Deutschen Besatzungstruppen das jüdische Leben zum Erliegen. Zumindest fast, denn faszinierende Einzelereignisse, wie der Aufbau des geheimen Untergrundarchivs des Warschauer Ghettos, dem heute auf der UNESCO-Weltkulturerbe stehenden Ringelblum-Archivs, beweisen, dass es den Nationalsozialisten nie gelungen ist, das kulturelle Leben auszulöschen. Die meisten derjenigen, die nicht rechtzeitig die Flucht ergreifen konnten, wurden von den deutschen SS-Truppen deportiert und ermordet. So lag nach den Schreckensjahren des Krieges nicht nur Warschau in Trümmern, sondern auch die Kultur der Polnischen Juden. Doch wer meint, dass heute nichts mehr vom jüdischen Erbe in Warschau übrig sei, hat weit gefehlt. Seit einigen Jahren verzeichnet die jüdische Gemeinde in Warschau wieder einen Zuwachs und auch dank engagierter Organisationen wie etwa dem Jüdischen Historischen Instituts bleibt die jüdische Kultur in Polen präsent und dynamisch.

Möglicher Reiseverlauf

Die Studienreise führt uns zu den Spuren jüdischer Vergangenheit in Warschau und gibt uns gleichzeitig Einblicke in die aktuelle jüdische Gemeinde in der Polnischen Hauptstadt. So stehen unter anderem neben dem Besuch des renommierten Polin Museums auch ein Austausch in einem Jüdischen Kulturzentrum und das Jüdische Historische Institut mit dem weltbekannten Ringelblum-Archiv auf dem Programm.

Tag 1: Anreise, Stadtrundfahrt und erste Kontakte

Die Anreise erfolgt über einen der zwei mal täglichen Direktflüge von Nürnberg nach Warschau. Nach der kurzen Anreise bleibt noch genug Zeit für ein volles Programm. Auf unserer Stadttour per Bus bekommen wir einen ersten Eindruck von der polnischen Hauptstadt vermittelt. Die 2 Millionen Einwohnermetropole wurde im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört. Doch heute erscheint Warschau im neuen Glanz. Ein Großteil der Stadt wurde wieder aufgebaut und geht eine einzigartige Symbiose mit der modernen zeitgenössischen Architektur ein. Im Anschluss besuchen wir das Jüdische Historische Institut. Es gilt als eines der weltweit bedeutendsten Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, welches sich mit der Geschichte der Juden in Mittel- und Osteuropa befasst, unter anderem das weltbekannte Ringelblum-Archiv. In den Archiven wird das jüdische Erbe gepflegt. Das Institut hat mit 85.000 Bänden die größte jüdische Bibliothek in Polen aufgebaut. Als letzten Tagespunkt statten wir dem Jüdischen Kultur Zentrum JCC Warszawa einen Besuch ab, um Einblicke in das aktuelle jüdische Leben in Warschau zu bekommen.

Tag 2: Warschauer Altstadt, Schloss Wilanów und ein Opernbesuch

Wir beginnen den zweiten Tag mit der Fortsetzung unserer Stadtrundfahrt und dem anschließenden Besuch der Warschauer Altstadt. Die Altstadt lag nach dem Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche, nachdem sie systematisch von den deutschen SS Truppen niedergebrannt wurde. Nach dem Krieg wurde sie jedoch sorgfältig wiederaufgebaut. Die Altstadt wurde so exakt wiederaufgebaut, dass sie sich als erste Rekonstruktion überhaupt für die UNESCO Weltkulturerbeliste qualifizierte. Im Anschluss an unseren Altstadtbummel besuchen wir die königliche Sommerresidenz im Stadtteil Wilanów. Im Gegensatz zur Warschauer Innenstadt wurde die Barocke Anlage mit ihren wundervollen Rosengärten im Krieg verschont. Das Abendprogramm wird mit dem Besuch einer der bekanntesten polnischen Opernaufführungen klangvoll ausgefüllt. Die tragische Oper Halka von Stanisław Moniuszko wurde 1858 im polnischen Nationaltheater uraufgeführt und handelt von einem Bauernaufstand Mitte der 1840er Jahre.

Tag 3: Polin Museum und Ghetto Beusch

Am dritten Tag besuchen wir das ehemalige Jüdische Ghetto im Norden Warschaus. Zu Hochzeiten wurden hier 460.000 menschen von den deutschen Besatzern eingepfercht. Die polnischen Familien, die vor der Ghetto-Errichtung hier lebten, wurden gezwungen, ihre Wohnungen zu verlassen. Im Herzen des ehemaligen Ghettos, gleich neben dem bekannten Denkmal an den Ghettoaufstand 1943 vor dem sich der Warschauer Kniefall von Willy Brand ereignete, der als Neuanfang der Beziehungen zwischen Polen und Deutschland gilt, befindet sich das renommierte Polin Museum. Polin wurde mehrfach als eines der besten Museen weltweit ausgezeichnet und setzt seinen Fokus weniger auf den Zweiten Weltkrieg, sondern auf den Beitrag der Juden zur Entwicklung der polnischen Kultur und der Geschichte der polnischen Juden seit 960 n.Ch.

Tag 4: Zeitgenössische Kunst und Zoologischer Garten

Den Vierten Tag beginnen wir in Praga, dem Stadtteil auf der östlichen Uferseite der Wechsel, welcher als einziger Teil der Stadt weitestgehend unversehrt den Krieg überlebt hat. In dem ehemaligen Arbeiterviertel gibt es noch eine Menge Zeugnisse jüdischer Geschichte und das Vorkriegswarschau scheint hier zum greifen nahe zu sein. Mit auf dem Programm steht auch der Besuch des Zoologischen Gartens in Praga. Doch weniger wegen der Tiere als wegen der Żabińskis-Villa in der während der Besatzungszeit der damalige Zoodirektor Jan Żabiński hunderte Juden versteckte und vor dem sicheren Tod bewahrte.

Tag 5: Museum des Warschauer Aufstandes und Rückflug

Am letzten Tag besuchen wir das Museum des Warschauer Aufstandes, welches eindrücklich die 63 Tage des Warschauer Aufstandes von 1944 (nicht zu verwechseln mit dem Warschauer Ghettoaufstand von 1943) nacherzählt. Im Anschluss geht es zum Flughafen und zurück nach Nürnberg.

Mögliche Leistungen

  • An- und Abreise per Flugzeug 
  • 4x Übernachtungen
  • 4x Frühstücksbüfett
  • 2x Abendessen als 3-Gang-Menü im Hotel
  • Bus- Einsatz
  • Reiseleitung ab/bis Flughafen Nürnberg 
  • Eintritte: Museum POLIN (Audioguide-Museum der Geschichte der polnischen Juden (ab min. 10 bis max. 25 Pax) 
  • Museum des Warschauer Aufstandes ,Besuch der jüdischen Pfade / Polin, Ghetto/

Kundenstimmen

Liebe Frau Jajte, liebes Team von Polenreisen! Der VNW als wohnungswirtschaftlicher Verband sucht immer wieder auch den fachlichen Austausch jenseits der eigenen Landesgrenzen. 2019 stand Polen auf dem Programm, genauer die Stadt …

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