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Reise nach Polen unter ihrem individuellem thematischem Schwerpunkt

Haben Sie einen bestimmten Interessenschwerpunkt, unter dem Sie Polen kennenlernen wollen? Gerne arbeiten wir eine Studienreise unter ihrem persönlichen Themenschwerpunkt aus. Sie entscheiden, ob die Reise eher einen historischen Schwerpunkt bekommen soll oder sich doch lieber auf aktuelle Themen beziehen soll. Das Thema mag noch so ausgefallen sein, wir freuen uns die perfekte Reise für Sie und ihre Gruppe auszuarbeiten. In diesem Bereich konnten wir bei unserer jahrelangen Zusammenarbeit mit Bildungszentren Erfahrungen sammeln.  Hier finden Sie einige Beispiele der Studienfahrten, die wir in der Vergangenheit ausgearbeitet haben.

WÄHLEN SIE IHREN INDIVIDUELLEN THEMENSCHWERPUNKT DER STUDIENREISE

Wir stellen für Sie ihre individuelle Studienreise zusammen. Ganz egal wie ausgefallen ihr Themenschwerpunkt auch sein mag, wir freuen uns, Ihnen behilflich zu sein. Im Folgenden geben wir Ihnen eine beispielhafte und natürlich unvollständige Liste von Themenschwerpunkten:

  • Schwerpunktthema Kulinarik mit einem Spezialitätenabend mit den Highlights der polnischen Küche.
  • Schwerpunktthema Nachhaltigkeit bei dem auch bei der Form des Reisens besonders auf eine ökologische Verträglichkeit geachtet wird.
  • Schwerpunktthema Genießen mit Besuchen besonderer Restaurants und Grillabenden, die im Gedächtnis bleiben
  • Schwerpunktthema Entschleunigung unter dem Motto weniger ist manchmal mehr.
  • Schwerpunktthema Natur mit ausgiebigen Kostproben natürlicher und biologisch hergestellter Produkte.
  • Schwerpunktthema Vernetzung mit Kontaktaufnahme lokaler Hersteller, Bauern und Käseproduzenten
  • Schwerpunktthema Authentisches in der vor allem die polnische Gastfreundschaft erlebt werden kann und ein Fokus auf den traditionellen Bräuchen und Landessitten in Polen liegt.  

Galerie

Möglicher Reiseverlauf

Warschau war vor dem Zweiten Weltkrieg eines der bedeutsamsten Zentren für jüdische Kultur in Zentraleuropa. Insgesamt lebten zu dieser Zeit ca. 3,5 Millionen Jüdinnen und Juden in Polen. Nur New York hatte damals eine größere jüdische Bevölkerung als Warschau. Im Zweiten Weltkrieg kam durch das barbarische Vorgehen der Deutschen Besatzungstruppen das jüdische Leben zum Erliegen. Zumindest fast, denn faszinierende Einzelereignisse, wie der Aufbau des geheimen Untergrundarchivs des Warschauer Ghettos, dem heute auf der UNESCO-Weltkulturerbe stehenden Ringelblum-Archivs, beweisen, dass es den Nationalsozialisten nie gelungen ist, das kulturelle Leben auszulöschen. Die meisten derjenigen, die nicht rechtzeitig die Flucht ergreifen konnten, wurden von den deutschen SS-Truppen deportiert und ermordet. So lag nach den Schreckensjahren des Krieges nicht nur Warschau in Trümmern, sondern auch die Kultur der Polnischen Juden. Doch wer meint, dass heute nichts mehr vom jüdischen Erbe in Warschau übrig sei, hat weit gefehlt. Seit einigen Jahren verzeichnet die jüdische Gemeinde in Warschau wieder einen Zuwachs und auch dank engagierter Organisationen wie etwa dem Jüdischen Historischen Instituts bleibt die jüdische Kultur in Polen präsent und dynamisch.

Łódź (deutsch Lodz) ist ein kulturelles Phänomen, hier haben sich viele namenhafte Vertreter der Kunst, Wissenschaft und Industrie niedergelassen. Łódź ist ebenfalls eine moderne und traditionsbewusste Stadt, in der auch heute noch das multikulturelle Erbe der Polen, Deutschen, Juden und Russen zu erkennen ist. Unter ihnen befanden sich namenhafte Industrielle, Kaufleute, Banker, Architekten und Schriftsteller, die wesentlich zur kulturellen Entwicklung der Stadt beigetragen haben. In den 1930er Jahren trafen viele deutsche Weber und Tuchmacher ein. Die deutsche Industriekultur hatte für die Entwicklung der Stadt enorme Bedeutung. Davon zeugen heute Fabrikgebäuden, prunkvolle Fabrikantenresidenzen, Elektrizitätswerke, Kommunikationseinrichtungen, Bürgerhäuser, drei evangelische Kirchen, Theater, Schulen. In den mächtigen Textilanlagen, die von den deutschen Industriellen Scheibler, Geyer, Grohmann und Heinzel erbaut wurden, haben heute vielfältige Institutionen ihren Sitz. An das multikulturelle Erbe der Stadt Łódź knüpft das alljährlich im September veranstaltete Festival „Dialog der Vier Kulturen” an. Openairsalon von Łódź ist die Piotrkowska Strasse. 4 km lang, präsentiert sie eine ausserordentliche Vielfalt städtischer Bauwerke. Hier befindet sich auch die berühmten Filmhochschule von Łódź. Unter den unzähligen Absolventen befinden sich weltbekannte Regisseure, Kameraleute und Schauspieler, Oskar-Preisträger, sowie Preisträger der Filmspiele in Cannes wie Krzysztof Kieślowski, Roman Polański, Andrzej Wajda und Krzysztof Zanussi.  

Tag 1: Anreise, Stadtrundfahrt und erste Kontakte

Die Anreise erfolgt über einen der zwei mal täglichen Direktflüge von Nürnberg nach Warschau. Nach der kurzen Anreise bleibt noch genug Zeit für ein volles Programm. Auf unserer Stadttour per Bus bekommen wir einen ersten Eindruck von der polnischen Hauptstadt vermittelt. Die 2 Millionen Einwohnermetropole wurde im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört. Doch heute erscheint Warschau im neuen Glanz. Ein Großteil der Stadt wurde wieder aufgebaut und geht eine einzigartige Symbiose mit der modernen zeitgenössischen Architektur ein. Im Anschluss besuchen wir das Jüdische Historische Institut. Es gilt als eines der weltweit bedeutendsten Wissenschafts- und Forschungseinrichtungen, welches sich mit der Geschichte der Juden in Mittel- und Osteuropa befasst, unter anderem das weltbekannte Ringelblum-Archiv. In den Archiven wird das jüdische Erbe gepflegt. Das Institut hat mit 85.000 Bänden die größte jüdische Bibliothek in Polen aufgebaut. Als letzten Tagespunkt statten wir dem Jüdischen Kultur Zentrum JCC Warszawa einen Besuch ab, um Einblicke in das aktuelle jüdische Leben in Warschau zu bekommen.

Tag 2: Warschauer Altstadt, Schloss Wilanów und ein Opernbesuch

Wir beginnen den zweiten Tag mit der Fortsetzung unserer Stadtrundfahrt und dem anschließenden Besuch der Warschauer Altstadt. Die Altstadt lag nach dem Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche, nachdem sie systematisch von den deutschen SS Truppen niedergebrannt wurde. Nach dem Krieg wurde sie jedoch sorgfältig wiederaufgebaut. Die Altstadt wurde so exakt wiederaufgebaut, dass sie sich als erste Rekonstruktion überhaupt für die UNESCO Weltkulturerbeliste qualifizierte. Im Anschluss an unseren Altstadtbummel besuchen wir die königliche Sommerresidenz im Stadtteil Wilanów. Im Gegensatz zur Warschauer Innenstadt wurde die Barocke Anlage mit ihren wundervollen Rosengärten im Krieg verschont. Das Abendprogramm wird mit dem Besuch einer der bekanntesten polnischen Opernaufführungen klangvoll ausgefüllt. Die tragische Oper Halka von Stanisław Moniuszko wurde 1858 im polnischen Nationaltheater uraufgeführt und handelt von einem Bauernaufstand Mitte der 1840er Jahre.

Tag 3: Polin Museum und Ghetto Beusch

Am dritten Tag besuchen wir das ehemalige Jüdische Ghetto im Norden Warschaus. Zu Hochzeiten wurden hier 460.000 menschen von den deutschen Besatzern eingepfercht. Die polnischen Familien, die vor der Ghetto-Errichtung hier lebten, wurden gezwungen, ihre Wohnungen zu verlassen. Im Herzen des ehemaligen Ghettos, gleich neben dem bekannten Denkmal an den Ghettoaufstand 1943 vor dem sich der Warschauer Kniefall von Willy Brand ereignete, der als Neuanfang der Beziehungen zwischen Polen und Deutschland gilt, befindet sich das renommierte Polin Museum. Polin wurde mehrfach als eines der besten Museen weltweit ausgezeichnet und setzt seinen Fokus weniger auf den Zweiten Weltkrieg, sondern auf den Beitrag der Juden zur Entwicklung der polnischen Kultur und der Geschichte der polnischen Juden seit 960 n.Ch.

Tag 4: Zeitgenössische Kunst und Zoologischer Garten

Den Vierten Tag beginnen wir in Praga, dem Stadtteil auf der östlichen Uferseite der Wechsel, welcher als einziger Teil der Stadt weitestgehend unversehrt den Krieg überlebt hat. In dem ehemaligen Arbeiterviertel gibt es noch eine Menge Zeugnisse jüdischer Geschichte und das Vorkriegswarschau scheint hier zum greifen nahe zu sein. Mit auf dem Programm steht auch der Besuch des Zoologischen Gartens in Praga. Doch weniger wegen der Tiere als wegen der Żabińskis-Villa in der während der Besatzungszeit der damalige Zoodirektor Jan Żabiński hunderte Juden versteckte und vor dem sicheren Tod bewahrte.

Tag 5: Museum des Warschauer Aufstandes und die Fahrt nach Łódź

Heute besuchen wir das Museum des Warschauer Aufstandes, welches eindrücklich die 63 Tage des Warschauer Aufstandes von 1944 (nicht zu verwechseln mit dem Warschauer Ghettoaufstand von 1943) nacherzählt. Im Anschluss geht es weiter nach Łódź.

Tag 6: Łódź, das Gelobte Land

Wir erkunden heute die eine der interessantesten Städte Polens: Lodz (polnisch Łódź).

Was hat dieser Satz mit Lodz zu tun?

ICH HABE NICHTS, DU HAST NICHTS, ER HAT NICHTS, ZUSAMMEN HABEN WIR ALSO GENUG, UM EINE FABRIK AUFMACHEN ZU KÖNNEN“. – Wł. Reymont: Das gelobte Land

Wir entdecken einzigartige Kombinationen von modernen und alten, prächtigen Gebäude aus der Vorkriegszeit, beeindruckenden Gotteshäuser (Kathedralen -vier Konfessionen), wunderschönen verzierte Paläste. Zum Staunen wird Sie nicht nur die Piotrkowska-Hauptstraße mit ihren reich verzierten Fassaden und schönen Höfen bringen, sondern auch künstlerisch interessanten Wandgemälden, die sogenannte Murale und vieles mehr!

Tag 7: Łódź, Jüdische Geschichte der Stadt Lodz & Dialogzentrum des Marek Edelmanns

Heute erfahren wir viel über die Geschichte der polnischen Juden in Lodz, über die tragischen Ereignisse des Zweiten Weltkriegs und über das Leben im Ghetto Litzmannstadt. Wir besuchen auch den Bahnhof Radegast (Stacja Radogoszcz), an dem mehr als 140.000 Menschen (hauptsächlich Juden) in die deutschen Konzentrationslager in Polen deportiert wurden. Wir werden viele Geschichten hören, unteranderem über tapfere Menschen, die Lebensmittel ins Ghetto geschmuggelt haben und so vielen Menschen in Not geholfen haben.
Auch der größte jüdische Friedhof in Europa steht auf dem Programm. Die vielen Gräber erinnern an erfolgreiche Bürgerinnen und Bürger der Stadt und große lodzer Fabrikanten wie Prusak, Stiller, Silberstein. Wir werden auch das spektakuläre Israel Poznanski Jugendstil-Mausoleum bestaunen.

Tag 8: Das Marek Edelman Dialog-Zentrum und Rückflug

Am achten Tag steht unser Besuch im Marek Edelman Dialog-Zentrum auf dem Programm. Diese Einrichtung wurde 2010 gegründet, um das multikulturelle und multiethnische Erbe von Lodz zu fördern. Hier werden sowohl interkulturelle Events, Veranstaltungen zum Gedenken der Überlebenden und Gerechten unter den Völkern organisiert, als auch Spaziergänge, öffentliche Vorträge, Ausstellungen, Konzerte und Schauspiele inszeniert. Diese Projekte haben einen nationalen als auch internationalen Charakter und der Aktivitätsumfang umfasst sogar das Verlagswesen. Wir werden dort einen Vortag besuchen.
Im Anschluss fahren wir nach Warschau zum Flughafen und zurück nach Nürnberg.

Mögliche Leistungen

  • Flug ab Nürnberg nach Warschau und zurück mit LOT
  • 4x ÜB/Bad/F im Hotel in Warschau
  • 3xÜB/Bad/F im Hotel in Lodz
  • Verpflegung
    • 7x Frühstücksbüfett
    • 4x Abendessen als 3-Gang-Menü im Hotel
    • 2x Abendessen in Restaurants
  • Bus- Einsatz:
    • 1. Tag nur Transfer Flughafen Warschau Okecie – Hotel in Warschau
    • 2. Tag bis 5 Stunden, Rundfahrt und Altstadt
    • 3. Tag mit Buseinsatz in Warschau
    • 4. Tag bis 5 Stunden, Archiv und „Zacheta“ und ZOO
    • 5. Tag mit Buseinsatz
    • 6. Tag mit Buseinsatz – Fahrt nach Lodz
    • 7. Tag mit Buseinsatz – Fahrten in Lodz
    • 8. Tag mit Buseinsatz – Lodz-Warschau
  • Reiseleitung ab/bis Flughafen Nürnberg
  • Eintritte: Museum POLIN (Audioguide-Museum der Geschichte der polnischen Juden Museum des Warschauer Aufstandes, Besuch der jüdischen Pfade / Polin, Ghetto/, Stadtführung in Łódź und 2 x Eintrittsgebühren,
  • Stadtbesichtigung in Warschau mit der Besichtigung des Königschlosses,
  • Besichtigung der jüdischen Fabrikantenpaläste, der Armenviertel, das Gelände des eh. Ghettos und des größten jüdischen Friedhofs in Europa
  • Durchgehende Reiseleitung Polenreisen

Kommentar

Polen-Reisen Nürnberg ist seit vielen Jahren ein verlässlicher und kompetenter Organisator für unsere Studienreisen nach Polen. Unsere oftmals ausgefallenen Wünsche für den Programmverlauf werden gerne aufgegriffen und mit eigenen Ideen in die Tat umgesetzt. Die hervorragenden Ortskenntnisse und interessanten Tipps von Frau Jajte und Frau Bopp geben jeder Reise einen eigenen Charme. Keine Reise gleicht der anderen, das macht viel Mühe, aber für die Reiseteilnehmer macht genau dies den Unterschied zu einer Pauschalreise aus.

Wir freuen uns schon auf unsere nächste Reise nach Südpolen im Oktober 2021!

Bernhard Meier-Hüttel
Leiter und Geschäftsführer des Evangelischen Bildungswerks im Dekanat Ansbach

Reiseschutz-versicherung

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Behindertengerechtes Zimmer

Es ist ein Zimmer für Menschen mit Behinderung / Rollstuhlfahrer vorhanden.

Kundenstimmen

Wir sind mit den Leistungen sehr zufrieden. Das gilt v.a. für die Stadtführerin in Krakau, Frau Monika Krzynowek, und auch für Herrn Michal Zimny in Breslau. Beide haben uns mit ihrem Fachwissen, aber auch durch ihre Freundlichkeit – …

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