Der Inhalt der Ausstellung reicht von der Besetzung Polens im Jahre 1939 über den Warschauer Aufstand im Jahre 1944 bis zur Zerstörung Warschaus. Die Verteilung der Post durch die Pfadfinder/innen während des Aufstandes wird ebenso beleuchtet, wie die Entstehung der weltweiten Pfadfinderbewegung mit den Aspekten in Polen und Deutschland, bis hin zu den entstandenen Deutsch-Polnischen Pfadfinder/innenkontakten.

Den Besucherinnen und Besuchern soll ein Teil der deutsch-polnischen Geschichte anhand der Ausstellung nahegebracht werden. Es soll aufgezeigt werden, dass mit den deutsch-polnischen Pfadfinder/innenkontakten Freundschaften aufgebaut werden konnten und können. Es soll Verständnis geweckt werden, dass die heutigen deutsch-polnischen Beziehungen durch die deutsch-polnische Vergangenheit geprägt werden.

Die Ausstellung versteht sich als ein Beitrag zur politischen Bildung. Angesprochen werden insbesondere Schulklassen und Jugendgruppen in Erlangen und in der nordbayerischen Metropolregion Nürnberg.

Die Ausstellung umfasst 21 große Bildtafeln (Plakate) mit QR-Codes für weitergehende Informationen, Stellwände und Vitrinen. Teilweise werden Originalstücke wie Briefe aus der Zeit des Warschauer Aufstandes zu sehen sein. Stempelabdrücke, die nur sechs Mal weltweit vorhanden sind, werden auch gezeigt. Ein Hörspiel versetzt den/die Zuhörer/in  in die Lebenssituation von Jugendlichen während des Warschauer Aufstandes. Auf einer Stellwand kam man Vorschläge niederschreiben, wie die deutsch-polnischen Beziehungen verbessert werden könnten.

Mit den Stempelrepliken der Pfadfinderpost, die extra angefertigt wurden, können Postkarten gestempelt und mit nach Hause genommen werden. Die Mitteilungen an die Ausstellungsmacher können in den Briefkastennachbau aus dem Jahre 1944 eingeworfen werden.

 

Die ersten Ideen zu einer Ausstellung entstanden, als der Harald Rosteck in den achtziger Jahren auf Einladung des polnischen Pfadfinder/innenverband (Związek Harcerstwa Polskiego, ZHP) an einem internationalen Forum in Olesnica bei Breslau teilnahm, bei dem er mit Pfadfindern, die Teilnehmer am Warschauer Aufstand waren, sprechen konnte. Die Basis für die Ausstellung sind die Unterlagen von Gottfried Steinmann (Verfasser der Broschüren „Der Warschauer Aufstand 1944 und seine Pfadfinderpost“ und „Pfadfinder im polnischen Untergrund 1939 – 1945 – 1956“), die Texte und Bilder des Widerstandsmuseum (Muzeum Powstania Warszawskiego) in Warschau und des Pfadfindermuseums (Muzeum Harcerstwa) in Warschau. Darüber hinaus stammen umfangreiche Unterlagen aus der Privatsammlung von Harald Rosteck. Ergänzt wurden die Materialien durch vor Ort Recherchen in Warschau und mit Aussagen von Zeitzeugen und Historikern.

Klaus Dieter Steinbrecher war derjenige, der in den achtziger Jahren die ersten Kontakte zu polnischen Pfadfinderinnen und Pfadfindern in Krakau suchte. Zu dieser Zeit herrschte das Kriegsrecht in Polen und die  Pfadfinderinnen und Pfadfinder hatten die Erlanger Bevölkerung aufgerufen, für die polnische Bevölkerung zu spenden. Mit den Spendengeldern wurden Pakete gepackt und vor Ort über die polnischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder an die Krakauer Bevölkerung verteilt. Hieraus entstanden Kontakte, die über Jahre gepflegt wurden und bis heute noch andauern.

Impressionen

Partner und weitere Informationen

Neben der großen Anzahl von Partnern und Unterstützern sind insbesondere das polnische Generalkonsulat in München und der polnische Pfadfinder/innenverband (Związek Harcerstwa Polskiego, ZHP) hervorzuheben.

 

In der Broschüre zur Ausstellung, die käuflich erworben werden kann, sind alle wichtigen Fakten und Bilder enthalten.

 

Am 1. August, am Jubiläumstag des Warschauer Aufstandes, überreichten die Ausstellungsmacher, auf Einladung des Warschauer Stadtpräsidenten (Oberbürgermeister) Herrn Rafał Kazimierz Trzaskowski, im Rahmen der offiziellen Feierlichkeiten in Warschau das Ausstellungsheft.

 

5.7. – 17.9.19, Erlangen, Stadtbibliothek

Führungen am 24.8.19, 10 Uhr und 17.9.19, 18 Uhr

Finissage am 17.9.19, 19.30 Uhr)

 

Ein Projekt des Pfadfinder-Fördererkreises Nordbayern e. V. 

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Weitere Informationen auf der Seite der Stadtbibliothek Erlangen