Eine Studienreise nach Krakau

9. Studienreise der Burschenschaft der Bubenreuther Erlangen nach Krakau und KZ Auschwitz vom 27. September – 02. Oktober 2022

Die 9. Studienreise der 205 Jahre alten Burschenschaft der Bubenreuther zu Erlangen vom 27. 09. – 02. 10. 2022 hatte das Ziel, den Teilnehmern die stolze wechselvolle polnische Geschichte in der Zeit des Königtums mit dessen internationalen europäischen Kontakten am Beispiel von Krakau nachvollziehbar zu machen. Sie sollte aber auch den Teilnehmern die schreckliche und belastende Geschichte der Besetzung Polens durch die deutsche Wehrmacht mit Besuchen von Auschwitz, Kazimierz und dem Schindler Museum begreifbar machen. Die Reise war Teil eines Programms, das versucht, die politischen Herausforderungen Deutschlands und seiner Nachbarn auf dem Weg zu einem einigen demokratischen Europa ihren studentischen Mitgliedern aufzuzeigen. Diese Reisen werden von den mitreisenden älteren Teilnehmern weitgehend finanziert.

Durch die exzellente Organisation Frau Jajtes vom Reisebüro Polenreisen-Nürnberg erlebten die 30 Teilnehmer – darunter 8 Studenten – die stolze Seite Krakaus bei Führungen durch die Altstadt, die Marienkirche, das Collegium Maius der Jagellonen-Universität, das Königsschloss Wawel und die Krönungskathedrale der polnischen Könige sowie durch das UNESCO-Salzbergwerk Wieliczka. Von der traurigen, belastenden Seite der deutsch-polnischen Beziehung erfuhren wir beim Besuch von Auschwitz im Regen, des Appellplatzes der jüdischen Einwohner Kazimierz’s sowie des Schindler Museums. Wir waren alle sehr betroffen, was alles im deutschen Namen geschehen und von Hans Frank, dem im Schloß auf Wawel sitzenden NS-Generalgouverneur, geplant und durchgeführt worden war.

Die schönen und schwierigen Seiten der deutsch-polnischen Geschichte wurden uns in bewundernswert guter Weise von den beiden Damen Agnieszka Czernecka und Sylwia Cetera vermittelt. Sie haben unsere Gruppe trotz der Last einer schwierigen Vergangenheit beinahe familiär in Krakau umsorgt, uns die polnische Küche schmecken lassen und als Europäerinnen exzellent in die polnische Geschichte eingeführt. Unser besonderer Dank gilt Frau Maria Jajte von den Polenreisen im Informationszentrum der Stadt Krakau in Nürnberg für ihre ausgezeichnete Planung und Hilfe in der Vorbereitung der Reise. Ohne ihre Unterstützung wäre die Studienreise nicht so eindrucksvoll gelungen.

Uni-Prof. Dr. Wilhelm Schoner, Gießen

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