Die Coronapandemie hat uns dazu gezwungen, auf die Bremse zu treten und alles etwas langsamer anzugehen. Trotz der aktuellen Reisebeschränkungen hoffen wir natürlich, dass Urlaub in Polen bald wieder möglich sein wird. Polen ist ein perfektes Reiseziel, um im Sinne des Slow Travelings eine nachhaltige Form des Reisens zu praktizieren. Wenn Sie sich für dieses Thema interessieren können wir Ihnen unsere Pilzreise nach Polen empfehlen.

Eine Möglichkeit, seine Zeit aktiv, slow und ökologisch zu verbringen, ist das Pilzesammeln. Sie können es individuell mit Ihrer eigenen Reise oder mit uns in einer Gruppe machen. Allein der Aufenthalt im Wald, das Atmen der Luft, die mit den natürlichen ätherischen Ölen der Bäume gefüllt ist, hat eine sehr positive Wirkung auf unseren Körper. Beim Pilzesammeln können Sie viele Kilometer im Wald zurücklegen, was sich positiv auf Ihre Kondition und Ihr Wohlbefinden auswirkt. Der größte Anreiz sind natürlich die selbst gesammelten Pilze, aus denen Sie später sehr schmackhafte Gerichte zubereiten können. Pilzsammeln ist also eine auf unterschiedlichen Ebenen positive saisonale Beschäftigung in der Natur.

Ein Wochenende auf Pilzsuche in Polen 

Lassen Sie sich bei einem Wochenende auf Pilzsuche in den Polnischen Wäldern entzücken und ihre Gaumen verzaubern. Fahren Sie mit unseren Spezialist und Biologen Herr Fenzlein und uns in die Niederschlesischen Wäldern! Das Sammeln von Pilzen ist eine jahrhundertealte polnische Tradition und gleichzeitig eine großartige Familienunterhaltung und eine entspannende Form der Erholung im Herzen der Natur. Es ist unmöglich, sich die polnische Küche ohne Pilze vorzustellen und eigens geerntete und zubereiteten Pilze schmecken außerdem nochmal besser. In polnischen Wäldern warten jährlich mindestens 20 Millionen Kilogramm Speisepilze auf begeisterte Sammler !!!! Die Möglichkeit einfach in den Wald gehen zu können und auf gut Glück Pilze zu sammeln ist im europäischen Vergleich eine Besonderheit in Polen. So ist in Deutschland die Gewohnheit, Pilze sammeln zu gehen bei Weitem nicht so ausgeprägt, wie in Polen. Dies ist teilweise auf das vorherrschende Privateigentum in Wäldern zurückzuführen, das den Zugang zu Wäldern einschränkt. Es gibt in anderen europäischen Ländern jedoch auch jede Menge Vorschriften, die das Sammeln von Pilzen reglementieren.

Polen, ein Wahres Paradies für Pilzsammler 

In vielen Ländern wie Deutschland oder Großbritannien kann eine einzelne Person nur eine bestimmte Menge an Pilzen (bis zu 1,5-2 kg) sammeln. In Belgien oder den Niederlanden ist das Sammeln in den meisten Regionen oder im ganzen Land verboten. Neben quantitativen Grenzwerten gibt es auch Fristen, wie etwa in Österreich. In Frankreich muss man für das Pilzsammeln in öffentlichen Wäldern teuer bezahlen.  Polen ist ein wahres Paradies für Pilzsammler. In polnischen Wäldern gibt es über tausend essbare Pilzarten, obwohl normalerweise nur ein Dutzend der beliebtesten gesammelt werden. Weil fast 80 Prozent der Waldgebiete unter staatlicher Verwaltung stehen, hat jeder freien Zugang zu ihnen und kann das Unterholz nach Belieben nutzen. 

Unsere Empfehlungen

Wir empfehlen Ihnen eine Reise unweit der deutsch-polnischen Grenze nach Niederschlesien an. Schön und reich an Unterholz sind hier die Niederschlesischen Wälder. Dies ist der größte polnische Waldkomplex und einer der größten in Europa, ein wahres Mekka für Pilzsammler. Berühmt sind auch die östlich von Szprotawa gelegenen Wälder und die Gemeinde Węgliniec, die für die Organisation eines jährlichen Pilzfestes bekannt ist. Von hier aus ist es nicht weit zu anderen Attraktionen der Region, wie z.B. dem Schloss Kliczków, das als Ausgangspunkt für unsere Pilzsucherreisen dienen kann. Eine weitere wichtige Region für Pilzsammler in Niederschlesien ist das Jeleniogórska-Tal – während der Pilzsaison (Frühling bis Herbst) können wir damit rechnen, fast überall im Wald Pilze zu finden. 

Einige Tipps zum Pilzesammeln 

In diesen Wäldern ist die Streu oft nicht mit Gras, sondern mit Moos bedeckt.  Moos speichert Wasser besser als Gräser, weshalb Sie hier auch an trockenen Tagen gesunde und große Pilze finden können. Im Moos wachsen besonders gerne Steinpilze, Braune Steinpilze, Buttermilch und Pfifferlinge. Ein weiterer, viel banalerer Vorteil von Moosböden ist die bessere Sichtbarkeit der Pilze. Es ist viel einfacher, die Pilze im hohen Grass zu übersehen als im Moosboden. Andererseits können Gräser wunderbare, schmackhafte Pilze verbergen, wie z.B. Asseln, die sich gerne in der Gesellschaft von Birken aufhalten, die oft von Gräsern umgeben sind. Oft findet man zwischen den Gräsern leckere Pfifferlinge. Diese sollte man aber an hellen, sonnigen Plätzen und nicht in schattigen Ecken des Waldes suchen.

Lust auf Urlaub in der Natur? 

Wir hoffen wir konnten Ihnen Lust auf ein Abenteuer in den polnischen Wäldern machen. Falls ja, dann verweise wir Sie gerne auf unsere Pilzreise nach Polen. Fahren Sie also mit uns nach Polen, um ohne Einschränkungen Pilze sammeln zu können. Es warten auf Sie nicht nur fantastische Spaziergänge in den Weiten der polnischen Wälder und die Freude beim Ergründen ihrer Reichtümer, sondern auch interessante Einblicke in die faszinierende Welt der Pilze mit unserem Fachexperten. Der Biologe kann Ihnen alle Ihre Fragen zu Pilzen und der lokalen Fauna beantworten sowie wertvolle Tipps zur unterschiedlichen Zubereitung der Pilze geben.  Wir sehen uns in den polnischen Wäldern während des Goldenen Polnischen Herbstes!!!!

über die Autorin Magdalena Tejwan-Bopp

Ich bin Magdalena Tejwan-Bopp. Schon als kleines Mädchen war es mein großer Traum, die Welt zu entdecken. Doch das Reisen war zu meinen Kindheitstagen für die meisten Polen unerreichbar. Dennoch ließ ich keine Gelegenheit aus, mit den Eltern zum Wandern in die Berge zu fahren oder tagelange Kajaktouren durch die polnische Fluss- und Seenlandschaft zu machen. So entstand meine Liebe zu Natur- und Aktivreisen schon in meiner frühen Kindheit. Doch der Austausch zu neuen Kulturen und fremden Ländern blieb weiterhin ein unerfüllter Traum. Das einzige Fenster aus dem damals abgeschotteten Land waren Brieffreundschaften mit Menschen aus der ganzen Welt, die ich lange und intensiv pflegte. Nach der Schule studierte ich Geografie. Unter dem Deckmantel einer Studienreise organisierte ich damals die erste Fernreise für meine Freunde und mich. Mit wenigen Dollars und einigen Objekten, die wir auf dem Schwarzmarkt handeln konnten, stürzten wir uns in das mehrmonatige Abenteuer. Durch Osteuropa bis nach Ostasien, von der Hitze in Bangkok bis in die eisigen Höhen des Himalaya, von den chaotischen Straßen Indiens in das hochmoderne Singapur wurden wir trotz finanzieller Not immer reicher; reicher an Erfahrungen und Erlebnissen, die sich in Geld unmöglich messen lassen. Nach meinem Studium ging ich nach Deutschland, wo ich mit meinem Mann, Clemens, einen Kajakreiseführer über die Kaschubische Schweiz aus der Reihe „Wasserwandern in Europa“ schrieb. Als ich nach Nürnberg zog machte ich meine Leidenschaft zum Beruf. Vor 22 Jahren gründete ich das Reisebüro Polenreisen und organisiere seither mit meiner Geschäftspartnerin Marie Jajte  maßgeschneiderte Reisen in mein Heimatland Polen und darüber hinaus.