Entdecken Sie die Vielfalt der Street-Art Kunst in Polen. Entdecken Sie mehr….

Interessante Wandmalereien (Murale) sind nicht nur in Polens Hauptstadt Warschau (Warszawa) und in der ehemaligen Textilhauptstadt Zentraleuropas Lodz (Łodź) zu finden, derartige tollen Werke sind vielerorts in Polen zu bestaunen. Es gibt sie auch in der für ihre Fachwerkkirche bekannten Stadt Schweidnitz (Świdnica). 

Unsere polnische Literaturnobelpreisträgerin Wisława Szymborska liebte intellektuelle Spielchen. In dem Dokumentarfilm „Das Leben kann in wenigen Augenblicken erträglich sein“ („Chwilami życie bywa znośne. 2009) habe ich sie im Rijksmuseum Amsterdam gesehen, als sie Vermeers Gemälde „Die Frau mit dem Krug“ mit größter Aufmerksamkeit betrachtete. Sie widmete ihre Zeit ganz allein diesem Gemälde. Alle anderen Werke schienen sie überhaupt nicht zu interessieren. Ganz im Sinne der Nobelpreisträgerin präsentiere ich die schönsten, subjektiv von mir ausgewählten Street Art-Werke aus Polen.

Heute aus Świdnica Schweidnitz das Werk Andrzej Wajda von Robert Kukla 

  • Standort: Świdnica (Schweidnitz), ulica Spółdzielcza
  • Erstellungsdatum: 2019
  • Titel: Andrzej Wajda
  • Künstler: Robert Kukla

Entdecken Sie Kuklas Kunst bei einer Slow Reise oder einer Kunstreise nach Polen

Nehmen Sie sich Zeit und betrachten Sie „den Wajda“ oder „den Kukla“ genauer und als Ganzes.

über den Künstler

Der Künstler Robert Kukla wurde 1968 in Schwidnitz geboren. An der Universität Schlesien hat er bei Professor Jerzy Wroński Malerei studiert. 1995 schloss er seine Studien ab. Kukla ist vielseitig: beschäftigt sich mit Staffeleimalereien, Grafikdesign, Street Art und Wandmalereien. Als Kunstlehrer ist er ein guter Pädagoge. Er leitet Kunstkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und ist ein engagierter Mitarbeiter des Kulturzentrums Świdnica. Als Dozent für Kunst und Fotografie gibt er seine Kenntnisse weiter, veranstaltet zahlreiche Ausstellungen, Workshops und künstlerische Veranstaltungen.

Er war Stipendiat der Stadt Świdnica (2008), Preisträger des Bürgermeisterpreises von Świdnica im Bereich Kultur (2015) und gewann den 1. Preises der Internationalen Pastellbiennale in Nowy Sącz. Seine Werke wurden nicht nur in Polen sondern auch im Ausland ausgestellt. Seine Kompositionen sind unterschiedlicher Natur. Die einen im klassischen fotorealistischen Stil, die anderen erscheinen wie lebendige Formen aus einem Kaleidoskop, dies trifft besonders auf seine Street-Art zu. Manchmal springen seine Energie und Humor buchstäblich aus dem Rahmen der Bilder, ein andermal überwiegt Melancholie, Zurückhaltung und Ruhe. Neben großer Distanz und Professionalität in seinem Fach, schenkt er auch uns – den Betrachtern – seine Achtung.  Kukla ist Kritiker und zugleich Beobachter. Manchmal etwas ironisch und gleichzeitig auch sehr charmant! 

Über den Filmregisseur Andrzej Wajda aus dem Herz

Manchmal trifft man jemanden auf der Straße oder im Café, doch nach der herzlichen Begrüßung wird einem bewusst, es handelt sich nicht um einen Bekannten, sondern um eine Person des öffentlichen Lebens. Man steht einem so nah, wie einem engen Freund, weil sie sie schon lange Zeit begleiten. Selbst wenn wir ihr nie in der Realität begegnet sind, fühlen wir uns mit dieser Person verbunden. Denn ihre Errungenschaften sind auch zu Meilensteinen in unserem Leben geworden und ihr Wirken, ihre Worte und Aussprüche begleiteten uns tag täglich. Durch unsere Jugend und durch unser Erwachsenenleben. 

Für mich und viele Menschen meiner Generation war Andrzej Wajda (1926-2016) solche eine richtungsweisende Persönlichkeit. Jeder seiner Filme war und ist fest in meiner Erinnerung verankert.Der große und zugleich bescheidener Wajda, der seine künstlerischen Tätigkeiten aufgabt, um durch Theater und Film vergangenen Ereignissen festzuhalten und den nachkommenden Generationen eine lebendige Erinnerung hieran zu vermitteln. Durch sein meisterhaftes Können bleibt diese Kunst des großen Theaters und des Kinos auf Dauer bestehen. Ich erinnere mich noch genau, wie das Licht in manchen Szenen fällt, mit welchem Blick, welcher Mimik uns der Schauspieler in den Filmen „Pilatus und Andere“ oder „Katyń“ überraschen. So entsteht die Magie echter Kunst.

Kukla und Andrzej Wajda

Nun stehen wir vor Kuklas „Andrzej Wajda“

So sah der große Film-Meister, der Oscarträger, der Denker, der Maler, die polnische Legende aus. Hier sind auch fast alle Titel seinen Filmen verewig. Man wird sich fragen: was hat eine Stadt wie Schweidnitz (Świdnica) mit der polnischen Filmwelt zu tun? 

Diese Antwort habe ich auf Swidnica24.pl vom 28 08 2019 gefunden: 

„Dafür gibt es einige Gründe: Erstens sind 23 Jahre seit der Premiere von Andrzej Wajdas Film „Panna Nikt“, der in Świdnica spielte vergangen und zweitens wird das diesjährige Spektrum-Filmfestival in Świdnica Wajdas Werken gewidmet. Die Vorbereitung des Wandgemäldes ist sowohl für mich als auch für die Organisatoren des Festivals eine gemeinsame Idee, sagt Robert Kukla.“

Das Wandbild wurde unter Beteiligung Wrocławska Fundacja Filmowa im Rahmen des Filmfestivals Spektrum erstellt. Auch die Stadt Schweidnitz (Świdnica) unterstützt das Kunstvorhaben.  Besuchen Sie die Schweidnitz (Świdnica), setzen Sie sich neben das Wajda-Mural auf der ulica Spoldzielcza auf eine Bank  und betrachten Sie das Werk. Auch andere Kukla-Werke sind hier in der Stadt zu bestaunen! Einen Spaziergang mit dem Künstler, ein Besuch in seinem Atelier oder ein Kaffee im „Baroccaffe,“ nur ein paar Schritte von der berühmte Friedenskirche entfern, das wäre ein wahrlich unvergessliches Erlebnis! 

Dabei vergessen Sie nie das Gedicht von Wisława Szymborska und ihren Besuch im Rijksmuseum:

Vermeer

Solange diese Frau im Rijksmuseum

in gemalter Hingabe und Stille

Tag für Tag die Milch

aus dem Krug in die Schüssel gießt,

solange hat unsere Welt

keinen Weltuntergang verdient.

(Übersetzung Gerhard Gnauck)

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Zum Schluss habe ich noch eine Überraschung für Sie: Bestaunen Sie hier die Werke Kulkas

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Über die Autorin Maria Jajte

Ich bin Maria Jajte, Diplom-Ingenieurin und stolze Mutter von zwei erwachsenen Töchtern und stolze Oma eines Jungen. Seit 1981 lebe ich mit meiner Familie in Deutschland. Die Touristikbranche ist seit 1999 meine Leidenschaft.

Dabei lautet meine Devise: Ich mache Unmögliches möglich!

Aus der eigenen Lebenserfahrung heraus bin ich sehr aufgeschlossen gegenüber den unterschiedlichsten Menschen und Kulturen und habe eine Vielzahl an Interessen. In gewissem Sinne bin ich eine Sammlerin. Ich sammele fabelhafte Augenblicke, die ich während meinen Reisen und tagtäglich erlebe. Ich liebe Literatur. Ein Tag ohne Buch ist für mich ein verlorener Tag. Ich liebe Architektur, Malerei, Bildhauerei und Musik, sowohl klassische wie auch Jazz.

Die Magie echter Kunst überwältigt mich oft und macht mich richtig glücklich! Ich bin neugierig auf alles, was neu ist. Auch die Vergangenheit finde ich sehr ergreifend. Abwechslung finde ich spannend, egal ob in Bezug auf Kunden oder Stile.

Ich kann Ihre Träumen in Bezug auf Polen in Erfüllung gehen lassen!